Platinum Trophy Nr. 27 – DARK SOULS

Dunkle und enge Gänge. Übermächtige Gegner an jeder Ecke. Unmengen gut versteckter Fallen. Einige der besten designten Levels aller Zeiten. Tausend Wege das Leben zu lassen. Eines der härtesten Spiele der letzten Generation. Willkommen zu “Dark Souls”.

Dark Souls ist der indirekte Nachfolger des 2009 exklusiv für Playstation3 erschienene “Demon’s Souls”. Beide Titel gelten neben Kanditaten wie “Ninja Gaiden Sigma 2” oder “Arcana Heart 3” als härteste Spiele die jemals eine breitere Masse erreicht haben.

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Die Welt von Dark Souls ist riesig und frei begehbar. Die einzelnen Gebiete sind logisch miteinander verbunden und es gibt die Möglichkeit zum Öffnen diverser Abkürzungen. Die gesamte Welt kann ohne einen Ladebildschirm durchschritten werden. Ladezeiten gibt es nur beim Ableben des eigenen Charakters. Nach dem Tutorial-Gebiet steht es dem Spieler völlig frei in welche Richtung er gehen will. Dies bietet einerseits eine grosse Freiheit, kann aber auch fatale Folgen haben wenn ein Gebiet mit viel zu starken Gegnern betreten wird.

Dark Souls besitzt weder eine manuelle Speicherfunktion, noch Checkpoints. Die einzigen “Erholungsorte” sind die sogenannten Leuchtfeuer an denen sich der Spieler ausruhen kann um seine Lebensanzeige neu zu füllen, “Estus Flakons” (Lebenstränke) aufzustocken oder gefundene/gekaufte Zauber zuzuordnen. Dies hat aber auch einen entscheidenen Nachteil: Alle Gegner ausser Bosse und einige Mini-Bosse werden respawned. Stirbt der Spieler im Spiel, wird er am letzten besuchten Leuchtfeuer “wiederbelebt”. Desweiteren ist das Spiel mit sehr spärlichen Menüs ausgestattet. Es gibt kein Quest-Log, keine Waypoints, kein NPC Verzeichnis, keine Map der Spielewelt. Die einzigen Anhaltspunkte sind die Dialoge der NPCs auf welche man trifft. Diese Dialoge werden auch nicht wiederholt, was ein gutes erstes Zuhören erforderlich macht.

Es gibt nur eine Währung in Dark Souls: Seelen. Jeder Gegner gibt dem Spieler eine gewisse Anzahl Seelen, jenach Schwierigkeit des Kampfes. Mit diesen Seelen können die Attribute erhöht, Gegenstände erworben oder die Ausrüstung repariert werden. Stirbt der Spieler, verliert er alle auf sich getragenen Seelen. Diese können nur wieder eingesammelt werden, wenn er es ohne ein weiteres Mal zu sterben an den Ort seines Ablebens zurück schafft. Gelingt dies nicht, sind die Seelen für immer verloren. Deshalb ist ein gutes Seelen Management zwingend wobei ständig entschieden werden muss ob ein Vordringen in ein unbekanntes Gebiet oder der Rückzug zum letzten Leuchtfeuer um die Seelen auszugeben der richtige Weg ist.

Das Kampfsystem ist die eigentliche Innovation der “Souls”-Reihe. In keinem anderen Spiel fühlt sich ein Schwertschlag so präzise an wie in Dark Souls. Jeder Knopfdruck wird 1:1 ins Spiel umgesetzt, ein Buttonmashing führt zum garantierten Tod. Die Beherrschung von Aktionen wie Blocken, Rollen, Angreifen und deren Kombinationen sind für das Überleben unerlässlich. Ein weiteres, extrem wichtiges Element ist Stamina. Ein Balken unterhalb der Lebensenergie zeigt den aktuellen Stamina-Status an. Jede Aktion im Spiel wie Rollen, Angreifen, Blocken, Sprinten kostet Stamina. Dies führt dank Stamina Management zu einem Verhalten im Kampf das seinesgleichen sucht. Einmal ein Schwertschlag zuviel und ein Blocken des Gegenangriffs wird durch eine leere Stamina-Anzeige verhindert, was zum Verlust eines grossen Teiles der Healthpoints führt. Ebenfalls ist das Spiel nur sehr selten unfair. Stirbt der Spieler, ist er in den meisten Fällen selber schuld weil er zum Beispiel ein zu unvorsichtiges Vorgehen gewählt hat oder mit zu wenig Geduld einem Gegner gegenüber getreten ist.

Das Spiel ist nicht nur besonders knackig, sondern erforderet auch eine ungemein genaue Planung des Vorgehens, wenn denn die Platin-Trophäe erreicht werden will. Diese besteht insgesamt aus 2.5 Durchgängen. Und das nicht mit verschiedenen Charakteren, sondern in Form eines New Game+ und New Game++ (Wikipedia Artikel zu “New Game Plus“, kurz “NG+”). Das Besiegen des Endbosses bedeutet automatisch den Einstieg in NG+, heisst: es muss überlegt sein, ob alle erforderlichen Aktionen in diesem Spieldurchgang erledigt wurden. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass das Spiel dem Spieler einige Quest-Items aus dem Inventar entfernt.

Da es nicht mehrere Savegames pro Charakter gibt, ist jede Handlung des Spielers definitiv und kann nicht rückgängig gemacht werden. So muss jeder Schritt, jede Interaktion mit NPCs, jede Tötung eines Bosses gut überlegt sein. Bereits ein falscher Schwertschwung in Richtung eines freundlichen NPCs kann dessen Gemütszustand radikal ändern und ist bis zum Ende des aktuellen Durchgangs nicht rückgängig zu machen. Mit anderen Worten: Ein falscher Button und die Platin ist für den aktuellen Charakter nicht mehr zu holen.

Hier noch ein paar interessante Statistiken (Quelle: yourgamercards.net)

  • 25.000 Spieler welche Dark Souls gespielt haben sind bei “yourgamercards.net” erfasst.
  • 50.37% haben das Spiel bis zur Hälfte gespielt
  • 33.66% haben das gute Ende erreicht (Spiel abgeschlossen)
  • 24.06% haben das böse Ende erreicht (Spiel abgeschlossen)
  • 15.42% haben die Platin-Trophäe erreicht

Bis zum “Bling” der Platin-Trophäe hatte ich um die 240 Stunden investiert und bereue keine Sekunde davon. Dark Souls ist definitiv die Empfehlung des Jahres. FromSoftware hat damit ein rundum vollständiges Paket abgeliefert mit einem “Mittendrin” Spielgefühl welches nur sehr schwer zu übertreffen sein wird.

Platinum Trophy @ 19.02.2012.

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updated platinum collection: shebang.ch/platin/

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One thought on “Platinum Trophy Nr. 27 – DARK SOULS

  • kusi

    sackstarch 😀 die finstere seele mann 😉 haha! congratz!

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